Zweiter Platz für Josie und Johann

Am Samstag, dem 06. Juni 2009 erspielten sich Josie Hies und Johann Bauerfeind und unsere Souffleuse Anne Dreßel unter der Leitung von J. Richter im Theater der Jungen Welt in Leipzig den zweiten Platz.

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Jugendkunstpreis in Leipzig

Donnerstag, 16. April 2009, 08:07 Uhr

Kreativität zahlt sich aus. Manchmal sogar in barer Münze. Jedenfalls dann, wenn man zu den Gewinnern des diesjährigen Jugendkunstpreis der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen, LKJ, gehören wird. Die Chance dazu hat noch jeder.



Der Jugendkunstpreis
zum Thema "wir.tuell"
(Foto: LKJ)

"Wir.tuelle Welten"

3.500 Jugendliche haben sich seit 1998 schon am Jugendkunstpreis beteiligt. Dieses Jahr wird der Preis zum 7. Mal vergeben. Der Jugendkunstpreis ist ein Jugendkulturevent, bei dem Jugendliche sich zu einem Thema kreativ ausleben können. Mitmachen können alle jungen Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren, die aus Sachsen sind. Das Thema des diesjährigen Preises verrät Projektleiterin Franziska Fehre. "Der Jugendkunstpreis steht dieses Jahr unter dem Thema wir.tuell. Es geht darum zu erfahren, wie junge Menschen die Veränderung und das Leben miteinander in virtuellen Welten erleben. Also schnell mal etwas für die Hausaufgaben googlen, dann noch ein neues Foto von der letzten Party ins Profil stellen und einen neuen Freund, der lange nicht mehr in der Communitiy war gruscheln. Das heißt der Großteil der Kommunikation läuft heute übers Internet."

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Der Anmeldeschluss für die Beiträge ist der 11. Mai. Weitere Informationen zum Thema auf den Seiten der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V. Die Bewerbungsformulare finden Sie hier.
Diese virtuelle Kommunikation könne ebenso negativ wie positiv sein. Darüber sollen sich die Jugendlichen Gedanken machen, denn der Wettbewerb soll die jungen Leute anregen sich mit aktuellen, gesellschaftlichen Themen und Fragen auseinanderzusetzen. Und dies soll mit künstlerischen Mitteln geschehen, wie Franziska Fehre erklärt. "Das Interessante ist, dass man sich mit Beiträgen aus allen künstlerischen Sparten bewerben kann – also mit Fotografien, Bildern, mit Tanz und Theaterstücken, mit Multimedia- oder Filmbeiträgen, mit Musikstücken oder Textbeiträgen, Installationen oder, oder, oder. Alles wird gezeigt. Es gibt keine Vorauswahl. Das bedeutet: Jeder hat die Möglichkeit zur Präsentation und die Jury wird erst am 6. Juni die Entscheidung treffen, an wen der Jugendkunstpreis gehen soll."

Buntes Programm

Den Jugendlichen wird die Chance gegeben nach einem künstlerischen Prozess mit einer Präsentation den Weg in die Öffentlichkeit zu wagen. Zwei Ziele hat die Präsentation. Auf der einen Seite soll die eigene Arbeit gewürdigt werden, auf der anderen Seite erhalten alle Teilnehmer Kritik und ein Feedback. Denn jeder Beitrag, ob musikalisch, literarisch oder künstlerisch wird der Jury, aus Professoren, Künstlern und Theaterfachleuten, dem Publikum präsentiert. So wird das Programm am 6. Juni im Theater der Jungen Welt wahrscheinlich nicht nur lang, sondern auch kunterbunt werden. Die Sieger werden dann am 7. Juni gekürt. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Wert von 6.000 Euro. Für den Preis dürfen Ideen auch in Gruppen umgesetzt werden. Ein Sonderpreis für eine besondere Gruppenleistung wird vom Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich vergeben, der auch die Schirmherrschaft übernommen hat. (co)
(Quelle: Radio Mephisto) http://mephisto976.uni-leipzig.de/sendungen/faustschlag/beitrag/artikel/jugendkunstpreis-in-leipzig.html

Infos

Programmablauf: [116 KB]

Presse



Lvz vom 08. Juni 2009:

Auf der düsteren Seite des Computer-Schirms

Die meisten Wettbewerbsbeiträge des siebten sächsischen Jugendkunstpreises malen ein bedrohliches Bild von der virtuellen Welt
Erstaunlicherweise nehmen viele Jugendliche in Sachsen die virtuelle Welt offenbar als Gefahr und Bedrohung wahr. Als am Samstag in Leipzig zum siebten Mal der alle zwei Jahre ausgeschriebene Jugendkunstpreis der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung verliehen wurde, überwogen düstere Interpretationen. Viele Teilnehmer betonten die Vereinsamung, die das Leben am Computer-Monitor mit sich bringen kann, charakterisierten Virtualität als Teil einer Entfremdung der Menschen untereinander. Nur wenige nahmen ganz konkret Bezug zu dem Wortspiel, den das Thema „WIR.tuell“ vorgab und versuchten, im Virtuellen das Wir zu entdecken.
In Sachsen lebende Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren konnten ihre Einzel- oder Gruppenarbeiten in jedem erdenklichen künstlerischen Genre einreichen. Insgesamt gab es im Theater der Jungen Welt und im Lofft 73 Beiträge von 170 Teilnehmern zu erleben – ohne Vorauswahl. Daraus resultierte ein vielschichtiges Programm mit Tanz-, Theater- und Musikdarbietungen, Medienprojekten, Lesungen sowie einer Ausstellung
Sowohl die Qualität der Arbeiten als auch die Auseinandersetzung mit dem Thema fiel sehr abwechslungsreich aus. Nur in der literarischen Konkurrenz blieb der Zuspruch gering. Bei der festlichen Preisverleihung im Anschluss an einen langen und für viele Teilnehmer anstrengenden Tag wurden insgesamt 13 Auszeichnungen vergeben. Das Publikum feierte die Gewinner der Darstellenden Künste und der Medien-Konkurrenz am meisten.
Die Jury vergab einen Preis an das Gymnasium St. Augustin aus Grimma, das Igor Bauersimas erfolgreiches Selbstmörder-Stück „norway.today“ stark gekürzt, aber nicht weniger berührend, glaubhaft und ambitioniert vortrug. Den ersten Platz erlangte hier das Jugendtheaterprojekt des Theatrium Leipzig, das in seinem selbst entwickelten, absolut sehenswerten Stück „Ein Quantum Toast“ fünf junge Frauen in einer Parallelwelt zusammenführt, wo sie sich in der gespannten Situation ihrer Probleme und Sehnsüchte bewusst werden. Auch der großartige Stummfilm „Achsensprung“ von Maria Madei aus Leipzig und das Tanztheater Lollypop des Familienzentrums Plauen mit dem ausdrucksstarken und stimmungsvollen Einakter „Pauline-HIV-positiv“ überzeugten die Juroren.
Das ehrenamtliche Engagement vieler junger Helfer machte den gelungenen, von den Konkurrenten interessiert verfolgten Wettbewerbstag möglich, der ausgelassen fröhlich ausklang. Schade nur, dass die erfrischende Band Nameless leer ausging. Vor allem jedoch ist zu bedauern, dass die kunstvollen „Lessons of Virtuality“ der Chemnitzerinnen Iris Keller und Teresa Stelzer ebenso wenig bedacht wurden. Die beiden verknüpfen sehr professionell und unterhaltsam, aber auch nachdenklich stimmend, Pantomime mit Schauspielkunst. Irene Müller
@www.lkj-sachsen.de