Der Auftakt
Premierengäste feiern im Centraltheater Wiedersehen und Neubeginn
„Schicht, Aus, Pumpe, Schluss!“ Es ist fünf nach zwölf, der Inspizient beendet den Premierenabend hörbar erschöpft. Jetzt beginnt die Party im Centraltheater. In der ehemaligen Notaufnahme eröffnet Dietrich Enk sein Restaurant „Pilot“, noch riecht
es nach frischem Holz und Farbe. Und während im gediegenen Foyer die Stammgäste gepflegt beim Bier plaudern, nehmen die Neuen fröhlich das Neue in Besitz.
Hier sind es Oberbürgermeister Burkhard Jung, der Kulturbürgermeister Georg Girardet, Pfarrer Christian Führer, die Schauspieler Frank Sieckel (Tierärztin Dr. Mertens) und Cheryl Shepard (In aller Freundschaft). Dort scharen sich der Berliner Volksbühnen-Intendant Frank Castorf, MDR-Tatort-Kommissar Martin Wuttke und Silvia Stantejsky, kaufmännische Geschäftsführerin des Wiener Burgtheaters um den Tresen, feiern mit Sebastian Hartmann und seinem Ensemble Wiedersehen und Neubeginn. Auch Rainald Grebe gehört, in Kapuzenpulli und Turnschuhen, zum Premierenpublikum. Viele wirken ein wenig matt nach Wochen schwankender Erwartungen und viereinhalb Stunden Enttäuschung oder Erfüllung. Je nachdem. Neugier und Interesse haben auch den ehemaligen OBM Hinrich Lehmann-Grube angelockt, Ann-Elisabeth Wolff (Euro-Scene-Direktorin), Jürgen Zielinski (Intendant Theater der Jungen Welt) oder Josef Haslinger, Chef des Leipziger Literaturinstituts. Sieckel hat mit Sebastian Hartmann in Leipzig studiert und war „sehr gespannt auf die künstlerische Handschrift“. Ihm habe
der erste Teil, die „Abendmahlsgäste“, gut gefallen. „Die Hauptdarsteller sind ausgezeichnet“, freut sich Culturtraeger-Chef Michael Berninger schon in der zweiten Pause und auch darüber, dass nicht die Volksbühnen-Ästhetik der 90er zu sehen sei.
„Das Theater ist inzwischen weiter, nun auch das Leipziger.“ Zur ungefähr gleichen Zeit spielen sich an der Garderobe aber auch Szenen ab wie diese: Eine junge Frau greift sich ihre Jacke und stöhnt: „Ich gehe jetzt, ich bin so wütend. Kommst Du mit?“ Die Antwort der Begleitung: „Nein, ich halte durch.“ af/jkl/may
Den vollständigen Text zur Premierenfeier sowie eine Rezension des Stücks "Matthäuspassion" finden Sie in der Printausgabe der Leipziger Volkszeitung vom 20./21. September 2008 und im E-Paper !
© , 20.09.2008, 16:57 Uhr LVZ-Online - das Internetangebot der Leipziger Volkszeitung
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Rezension zum Auftakt
von Gisela Hoyer (LVZ): [308 KB]
Das Ensemble
Die LVZ stellt in einem Fragebogen die "Neuen" vor.
Webseite
zur Webseite des Centraltheaters:
Spielplan
Hier findet ihr den Spielplan: